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Vorstellung Modell Valor

Produkte > Teilaktive Systeme > Valor

Der Legacy Valor bedient sich eines schönen Äußeren, um ein außergewöhnliches Paket neuer Technologien zu verpacken.  Bei gut 170 cm cm Höhe und etwa 130 kg Gewicht verfügt der Valor über eingebaute Verstärker mit insgesamt 2.750 Watt Leistung pro Seite und nutzt einen 56-Bit-Prozessor, um auch die dynamischste Musik mit beispiellosen Details wiederzugeben.

Die erzielten Fortschritte sind das Ergebnis gemeinsamer Bemühungen von Legacy-Chefingenieur Bill Dudleston und Bernt Böhmer, von Böhmer Audio in Schweden.  Auch wenn die Ergebnisse magisch erscheinen mögen, sind sie doch „nur“ die Summe von Dudlestons 34 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der räumlichen Musikwiedergabe und den von Böhmer erdachten mathematischen Algorithmen. Gemeinsam haben Sie den Wavelet-Prozessor entwickelt, der die Probleme von Raumresonanzen und digitaler Härte deutlich verringert, während die neue „Stereo Unfold“[1] Technologie verborgene Informationsschichten enthüllt, indem sie wichtige räumliche und harmonische Signale aufdeckt, die sonst bei der Wiedergabe verloren gehen.

Letztendlich geht es bei dem Valor System darum sicherzustellen, dass sowohl laterale als auch vertikale Informationen der Aufnahme in der Zeitebene richtig wiedergegeben werden.  In einem zweistufigen Verfahren bereinigt der Raumkorrektur-Algorithmus die frühen (unerwünschten) Reflexionen des Bodens, der Decke und der Wände des Wiedergaberaums. Danach kann der „Stereo-Unfold“-Algorithmus die in den L/R-Informationen codierten Richtungsinformationen[2] wiederherstellen.  Das Ergebnis ist ein klarerer Klang mit mehr Tiefe und eine offenere und größere Klangbühne. Die Lokalisierung ist präziser, da jeder Musiker seinen eigenen dreidimensionalen Raum zu haben scheint.  Die Klangfarbe ist reicher, wie es z.B. die sonore Klangcharakteristik des Saxophons demonstriert.  Mit dem Pumpen des Hi-Hat-Pedals kann man fast spüren, wie der Luftstrom zwischen den Becken nach außen beschleunigt wird.  Jazzbesen kreisen klar hörbar auf der Snare und die Kickdrum hat einen trockenen „Bums“. Der Klang von Stimmen und Saiteninstrumenten ist so natürlich, dass die klassische Stereo-Wiedergabe im Vergleich verblasst.  Die räumliche Darstellung ist hervorragend. (Bis hier: Eigene Übersetzung von der Legacy Audio Website)

Um alle Möglichkeiten der „STEREO UNFOLD“ Technologie zu nutzen, hat Bill Dudleston bei dem Valor aus dem Vollen geschöpft. So ist der Valor nicht nur das neue Flaggschiff im Sortiment, sondern auch ein Technologieträger, der ohne Kompromisse gestaltet werden konnte.
Die aus der Aeris und der V bereits bekannten Konstruktionsmerkmale, wie z.B. die teilaktive Ausführung, extrem starke Chassis-Antriebe und optimierte Einsatzbereiche der einzelnen Komponenten, wurden beibehalten.

Hinzu kommt bei dem Valor aber eine ganz neue Entwicklung, das „Ambient-Array“[3]. Hierbei handelt es sich um drei 8“-Chassis, die hinter der eigentlichen Schallwand angeordnet sind. Dabei strahlt jeweils ein Chassis nach links und rechts, ein drittes leicht schräg nach oben/hinten ab. Diese Chassis werden durch den Wavelet direkt angesteuert und verfügen hierfür über einen eingebauten 500 W-Verstärker. Die mathematischen Algorithmen im Wavelet bestimmen dabei sowohl den Frequenzbereich (von 80Hz – 7kHz), als auch die zeitliche Anpassung dieses Systems an den Raum. Dabei gleicht das Ambient-Array ein Problem aus, dass durch die gewollte Reduktion der frühen Reflexionen durch den Wavelet entsteht. Die frühen (oder ersten) Reflexionen, hervorgerufen durch die – im Verhältnis zu einer Konzerthalle – engen Grenzen des Wiedergaberaums (Boden, Wände, Decke) vermischen sich mit dem Direktschall des Lautsprechers und verursachen Fehler in der räumlichen Wahrnehmung. Deshalb bemühen sich alle Konstrukteure, mit verschiedenen Mittel und unterschiedlichem Erfolg, diese Reflexionen zu vermeiden.

Allerdings haben diese Reflexionen auch positive „Geschwister“, nämlich die späten Reflexionen. Diese kommen, wie die Bezeichnung bereits vermuten lässt, zeitverzögert beim Hörer an. Sie vermischen sich also nicht mit dem Direktschall, sondern bilden eine eigene Klanginformation, die uns die Dimension des Raums über das Gehör erkennen lässt. Je länger der zeitliche Abstand zwischen dem Direktschall und der späten Reflexion, desto größer nehmen wir den Saal wahr (Jazzkeller vs. Kirche). Da die späten Reflexionen aber als zeitlich versetztes Produkt der frühen Reflexion entstehen, werden sie durch eine Eliminierung der frühen Reflexion ebenfalls beseitigt.[4]

Die Aufgabe des Ambient-Arrays ist es nun, die späten Reflexionen gezielt anzuregen, ohne frühe Reflexionen zu verursachen. Deshalb „zielen“ die 8“-Chassis dieses Array auch nicht nach vorne, sondern nach links, rechts und schräg oben/hinten. Da die Wiedergabe erst ab ca. 80Hz einsetzt, ist die Abstrahlung stark gerichtet; eine Ausdehnung in Richtung der Front (was wieder zu frühen Reflexionen führen würde) wird somit ausgeschlossen.
Der Valor kann also, mittels der Konstruktion selbst und gesteuert durch den Wavelet mit der neuen „Stereo-Unfold“-Technologie, quasi die Quadratur des Kreises durchführen: Die Vermeidung der frühen Reflexionen durch eine Korrektur des Signals in der Zeitebene und gleichzeitig eine gezielte Anregung der späten Reflexionen durch das Ambient-Array.

Die Einmessung erfolgt automatisch im Zuge der Abstimmung des Valor in dem jeweiligen Raum. Dazu werden, wie auch bei der V und der Aeris, Testsignale per kalibrierten Mikrophon aufgezeichnet und zur Verarbeitung zu zentralen Rechnern in Schweden gesendet. Dort erfolgt die Berechnung der notwendigen Ansteuerung des Valor gemäß der von Bernt Böhmer entwickelten Algorithmen. Das Ergebnis dieser Berechnungen wird dann im Wavelet gespeichert und steht dem Nutzer auch ohne Verbindung zu den Servern in Schweden zur Verfügung.

Durch diese Technologie, gepaart mit der herausragenden Konstruktion und der Verarbeitungsqualität des Valor, wird eine dynamische und räumliche Wiedergabepräzision erreicht, die mit Stereo-Systemen bisher nicht möglich war.


[1]Die beste Übertragung des Begriffs ins Deutsche lautet: Stereo-Enthüllungs-Technologie
[2] sowohl in Bezug auf die Richtung, als auch auf die Signalstärke, weshalb hierfür von Bill Dudleston der „Vektor“ als physikalischer Begriff genutzt wird
[3] Die beste Übertragung des Begriffs ins Deutsche lautet: Umgebungs-Anregung
[4]Hier erkennt man auch den Vorteil der Behandlung dieses Thematik über den Wavelet-Algorithmus gegenüber einer Lösung durch im Raum aufgestellte Absorber oder Diffusoren. Diese verändern die erste Reflexion, indem sie sie entweder in Wärme umwandeln (Absorber) oder in viele unterschiedliche Richtungen ablenken und aufteilen (Diffusor). Bei der Absorption können die späten Reflexionen nicht mehr entstehen; bei der Diffusion haben diese eine völlig veränderte Laufzeit, Richtung und Energie.  
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